Das Arzneimittel wird eingesetzt in der Therapie von degenerativen Gelenkerkrankungen in schmerzhaften oder entzündlichen Stadien (Arthrosen z.B. des Knies, der Hüfte, der Schulter, der Wirbelsäule, der kleinen Gelenke; Polyarthrosen; Chondropathia patellae), Arthritis, Periarthritis, Bursitis, Tendinitis, Tendovaginitis, sowie bei entzündlichen Bindegewebserkrankungen.
Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da das Arzneimittel sonst nicht richtig wirken kann!
Wieviel und wie oft sollen Sie das Arzneimittel anwenden?
Soweit nicht anders verordnet, nehmen Sie 3 mal täglich 1 Filmtablette ein.
Bei Bedarf (z.B. in der Anfangsphase der Behandlung) kann die Dosis verdoppelt werden.
Wie lange sollten Sie das Arzneimittel anwenden?
Die Dauer der Einnahme ist von der Art und der Schwere Ihrer Erkrankung abhängig und wird daher individuell vom Arzt festgelegt.
Was ist zu tun, wenn das Arzneimittel in zu großen Mengen angewendet wurde (beabsichtigte oder versehentliche Überdosierung)?
Normalerweise hat eine Überdosierung des Arzneimittels keine schwerwiegenden Folgen. Falls Sie sich unwohl fühlen, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt.
Was müssen Sie beachten, wenn Sie zu wenig Arzneimittel angewendet oder eine Anwendung vergessen haben?
Falls Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, gleichen Sie diese nicht durch eine Einnahme von 2 Dosierungen auf einmal aus, sondern fahren Sie in dem bisherigen Dosierungsschema fort.
Beachten Sie bitte, daß diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.
Falls Ihre Blutgerinnungseigenschaften medikamentös eingestellt sind (z.B. durch Vitamin K-Antagonisten, kann eine Beeinflussung der Blutgerinnungswerte durch Oxaceprol nicht ausgeschlossen werden. Der sogenannte Quick-Wert sollte dann engmaschig von Ihrem Arzt überprüft werden.
Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.
Gelegentlich treten unter der Therapie mit dem Arzneimittel Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Appetitstörung,Magenschmerzen oder Diarrhoe auf. Diese Beschwerden sind meist passager, d.h. sie treten nur vorübergehend auf.
Selten treten allergische Reaktionen der Haut wie Hautrötung, Hautjucken oder ein Exanthem (Ausschlag) auf.
Als Einzelfälle wurden beschrieben: Haarausfall, Gelenkschmerzen, Vaskulitis, Urtikaria, Quincke-Ödem, allergische Eosinophilie.
Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?
Während die Magen-Darm-Beschwerden im Regelfall keine Gegenmaßnahmen erfordern, sollte bei allergischen Reaktionen die Therapie mit dem Arzneimittel abgesetzt werden.
Obwohl es bisher keinen Hinweis auf etwaige teratogene (Fehlbildung-induzierende) Wirkungen von Oxaceprol gibt, sollte das Präparat nicht während der Schwangerschaft eingesetzt werden.
Da angenommen werden kann, daß das Präparat in die Muttermilch übertritt, sollte während einer Therapie nicht gestillt werden.